PROGRAMM 2021 - 08.07. - 22.08.


ALL FILMS ARE SHOWN IN THEIR ORIGINAL VERSION WITH ENGLISH OR GERMAN SUBTITLES


THE TRUFFLE HUNTERS

Donnerstag, 08. Juli

  

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Es ist eine lange, lange Reise für einen Trüffel. Von den Tiefen des Untergrunds in den italienischen Wäldern bis hin zu einem makellosen Teller in einem der teuersten Restaurants zeigt The Truffle Hunters, wie eine ganze Industrie funktioniert. Doch an der Basis hängt alles von ein paar alten Männern und ihren Schnüffelhunden ab. Dieser herzerwärmende Dokumentarfilm folgt dem Alltag dieser Jäger inmitten eines Dilemmas: Wie sie ihre traditionelle Art der Trüffelbeschaffung fortsetzen können, ohne sich dem Druck des kapitalistischen Marktes zu beugen. Die humanistische Haltung des Films zeigt uns, dass es ohne die einzigartige und liebevolle Beziehung dieser Männer zu ihren Hunden die Trüffeljagd gar nicht geben würde. Können sie einer sich ständig verändernden Welt widerstehen?

 

TRAILER

 

The Truffle Hunters; Regie: Michael Dweck, Gregory Kershaw; ITA/USA/GR 2020; 84 Min.; FSK: ab 16; OmeU


futur drei

Freitag, 9. Juli

 

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Parvis wächst als Kind der Millenial-Generation im komfortablen Wohlstand seiner iranischen Einwanderer-Eltern auf. Dem Provinzleben in Hildesheim versucht er sich durch Popkultur, Grindr-Dates und Raves zu entziehen. Nach einem Ladendiebstahl leistet er Sozialstunden als Übersetzer in einer Unterkunft für Geflüchtete. Dort trifft er auf das iranische Geschwisterpaar Banafshe und Amon. Zwischen ihnen entwickelt sich eine fragile Dreierbeziehung, die zunehmend von dem Bewusstsein geprägt ist, dass ihre Zukunft in Deutschland ungleich ist.

 

In seinem autobiographischen Regiedebüt erzählt Faraz Shariat, Jahrgang 1994, authentisch und zugleich wundersam überhöht vom queeren Heranwachsen eines Einwanderersohns in Deutschland – und liefert damit einen entschlossenen Gegenentwurf zu einem konventionellen deutschen Kino, in dem post-migrantische Erlebnisse und Geschichten von Einwanderern und ihrer Familien allzu oft ausgeschlossen oder missrepräsentiert werden. FUTUR DREI ist ein sensibles, pop-affines und kraftvolles Plädoyer für Diversität.

 

TRAILER

 

Futur Drei; Regie: Faraz Shariat; Deutschland 2020; 92 Min.; FSK: ab 16; OV


THE UNITED STATES VS. BILLIE HOLIDAY

Samstag, 10. Juli

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Ende der 1930er-Jahre, zur Zeit der Rassentrennung in den USA: Das Elend ihrer Jugend hinter sich gelassen, ist Billie Holiday (Andra Day) zu einer der erfolgreichsten Jazzsängerinnen der Welt aufgestiegen. Der Regierung jedoch ist die gefeierte „Lady Day” ein Dorn im Auge – nicht zuletzt wegen ihres kraftvollen Protestsongs „Strange Fruit”, in dem sie offen die rassistisch motivierten Lynchmorde anprangert, die in den Südstaaten begangen werden. Weil sie das Lied trotz Aufführverbot weiterhin öffentlich singt, setzen die Behörden den Bundesagenten Jimmy Fletcher (Trevante Rhodes) auf sie an. Er soll ihre Schwäche für Drogen und Männer publik machen und gegen sie verwenden. Doch als Fletcher der Frau mit der unverwechselbaren Stimme begegnet, verliebt er sich in sie... In THE UNITED STATES vs. BILLIE HOLIDAY porträtiert Regisseur Lee Daniels eine der außergewöhnlichsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts.

 

TRAILER

 

The United States vs. Billie Holiday; Regie: Lee Daniels; USA 2021; 130 Min.; FSK: ab 16; OmdU


NIEMALS SELTEN MANCHMAL IMMER
(NEVER, RARELY, SOMETIMES, ALWAYS)

Sonntag, 11. Juli

 

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"Niemals Selten Manchmal Immer" ist ein intimes Porträt zweier junger Amerikanerinnen aus dem ländlichen Pennsylvania. Weil sie ungewollt schwanger ist und in ihrem Heimatort keine Unterstützung erfährt, reist Autumn heimlich mit ihrer Cousine Skylar nach New York City. Im Gepäck haben die beiden Mädchen nur die Adresse einer Klinik und sonst keinen Plan.

 

 

TRAILER

 

Niemals, Selten, Manchmal, Immer (Never, Rarely, Sometimes, Always); Regie: Eliza Hittman; USA 2019; 102 Minuten; OmdU; FSK 6


GAGARIN (GAGARInE)

Donnerstag, 15. Juli

 

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Nach dem Weltraumpionier Yuri Gagarin ist ein gigantischer, in die Jahre gekommener Sozialbau der Pariser Vorstadt benannt. Hier lebt und wirkt der 16 Jährige Yuri, zukünftiger Astronaut und selbsternannter Hausmeister des Wohnkomplexes. Auch wenn sein Leben keinesfalls einfach ist, fühlt er sich hier sehr zuhause. Er versucht die Siedlung mit viel Fantasie in Stand zu halten, denn eigentlich soll sie demnächst abgerissen werden und viele Bewohner*innen ziehen schon aus. Mit Nachbarin Diana und dem Kleindealer Houssam erlebt Youri die Dinge, die man in diesem Alter eigentlich so erlebt, aber die Bagger kommen immer näher. Youri hat einen brillianten Einfall: Könnte man das Wohnhaus nicht zu einem Raumschiff umrüsten und einfach davon fliegen?

 

Im April 2021 jährt sich Yuri Gagarins Ausflug ins All zum 60. Mal und erinnert an eine  Aufbruchstimmung, die uns heute abhandengekommen zu sein scheint. Mit einer ganz anderen Vergangenheit aufräumen soll der Abriss des Sozialbaus, dessen letzte Bewohner*innen allerdings etwas ganz anderes damit verbinden als es unser Blick aus der Ferne in die berüchtigten Banlieues vermuten lässt. Denn da ist er wieder, dieser Moment des Aufbruchs, diese zarte Hoffnung und große Weisheit, mit der eine neue Generation auf die Welt und die Sterne über ihr blickt.

 

TRAILER

 

Gagarin (Gargarine); Regie: Fanny Liatard; Frankreich 2020; 97 Min.; FSK: ab 6; OmdU


EMA

Freitag, 16. Juli

 

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Das Leben der jungen Chilenin Ema scheint ein einziger Scherbenhaufen: Ihre Ehe droht zu scheitern, eine Adoption schlug fehl und durch ein schlimmes Ereignis wird ihre Schwester verletzt. Sie begibt sich auf einen ebenso erotischen wie gefährlichen Selbstfindungstrip, der durch schweißtreibende Reggaeton-Beats angetrieben wird. Pablo Larraíns exzessiver, von elektrisierenden Tanzszenen und unerwarteten Gefühlsausbrüchen der Figuren geprägter Film EMA ist herausfordernd. Stellenweise etwas verworren und zu reißerisch geraten, lohnt der Genre-Mix dennoch einen Blick – nicht zuletzt aufgrund der herausragenden Performance der Hauptdarstellerin.

 

 TRAILER 

 

Ema; Regie: Pablo Larraín; Chile 2019; 102 Min.; FSK: ab 16.; OmU


DER RAUSCH (ANOTHER ROUND)

Samstag, 17. Juli

 

AUSVERKAUFT! Im August wird es einen Zusatztermin geben..

 

Vier Lehrer in der Midlife-Crisis beschließen künftig mehr zu trinken, um ihren Alltag glamouröser und ihren Unterricht etwas mitreißender zu gestalten. Sie wagen ein Experiment, wonach sie durchgehend stets einen Pegel von 0,5 Promille im Blut haben müssen. Was also wird passieren? Euphorie, Leidenschaft, Kreativität, gesteigerte Leistungsfähigkeit, Leichtsinn, Selbstbetrug, Verbitterung, Wut, sehr späte Einsichten – soweit alles, wie man’s halt kennt. Doch wie hier ebendiese Trinkstimmung entsteht, wie sie sich steigert, eskaliert, ist so voller Witz, Wahnsinn, Energie und Ausgelassenheit, dass es zunächst die reinste Freude ist. Dazu kommt Mads Mikkelsen, der hier nun wirklich ganz dicht an der Rolle seines Lebens kratzt (ADAMS ÄPFEL bleibt für immer unvergessen). 

 

DER RAUSCH feiert das Leben mit einer ungewöhnlichen, ekstatischen und ansteckenden Konsequenz. Kater inklusive, klar. Und ja, unsere Bar bleibt während der Filmvorstellung natürlich durchgehend geöffnet. Auf Thomas Vinterberg! 

 

TRAILER

 

Der Rausch (Another Round); Regie: Thomas Vinterberg; Dänemark 2020; 117 Minuten; OmU; FSK 12


night on earth

Sonntag, 18. Juli

 

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Durch die Nacht mit… Winona Ryder, Roberto Benigni, Armin Mueller-Stahl und ja: Tom Waits (Denkt Euch gerne vier pulsierende Herz-Emojis hierhin!).  
Die fünf wunderbarsten Taxifahrten der Filmgeschichte bescherte uns Jim Jarmusch vor exakt 30 Jahren mit dem Episodenklassiker NIGHT ON EARTH. So viele liebevolle Szenen, so viele köstliche Dialoge, dazu die Lakonie, der Schwermut, Helmut, Kürbisse und Schafe. Steigt unbedingt noch einmal mit uns in diesen unendlich charmanten Wahnsinn ein! 

 

TRAILER

 

Night on Earth; Regie: Jim Jarmusch; USA 1991; 123 Min.; FSK: ab 16; OmU 

 


BAD LUCK BANGING OR LOONY PORN

Donnerstag, 22. Juli

 

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Lustvoll, zügellos, explizit: Emi und ihr Mann haben großartigen und ausschweifenden Sex. Leider auch auf Video. Ihr sehr privater Pornofilm gerät irgendwie ins Internet und geht viral. Weil Emi eine Lehrerin an einer renommierten Schule ist, haben darüber sehr viele Leute eine Meinung. Wahrheitsgrad egal, Begründung überflüssig. Von moralisch empört über aggressiv anklagend bis vulgär beleidigend ist alles dabei. Emi muss antreten zu einem Elternabend der besonderen Art.

 

Sie macht sich auf den Weg durch die groteske Alltagsbrutalität auf den Straßen von Bukarest. Über diesen Porno möchte seltsamerweise niemand einen Shitstorm verbreiten. In der Hoffnung auf eine Verbündete stattet Emi der Schuldirektorin einen Besuch ab – doch weit gefehlt. Man muss doch den Eltern die Gelegenheit zur Aussprache geben.

 

Die „Debatte“ gerät zum Tribunal – über konsensualen Sex, Pornografie, die Nazis, Wahrheit, Bildungstheorie und vieles mehr. Emi verlebt einen wahrlich schrillen Abend zwischen archaischen Affekten und manischem Meinungsfuror. Die Lehrerin wird plötzlich nicht nur für ihr Sexleben verantwortlich gemacht, sondern auch für die rumänische Geschichte des 20. Jahrhunderts, die Psychologie der Kinder im Allgemeinen und für die Emanzipation sowieso natürlich auch.

 


TRAILER

 

Bad Luck Banging or Loony Porn; Regie: Radu Jude; Rumänien, Luxemburg, Tschechien, Kroatien 2021; 106 Min.; FSK: ab 18; OmU


KAJILLIONAIRE

Freitag, 23. Juli

 

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Schräg. Irgendwie schräg. Soweit keine Überraschung. Und immer ist es darüber hinaus etwas sehr Besonderes, wenn Miranda July alle paar Jahre ihre Sicht auf die Dinge mit uns teilt. KAJILLIONAIRE vereint – so plump es sich erst einmal anhören mag – das Beste aus ihren beiden Vorgängerfilmen, die wir bis heute lieben. An ICH UND DU UND ALLE, DIE WIR KENNEN erinnern die absurde Komik, die Dialoge, das hervorragende Timing. Und diese Momente treffen hier eben auf eine manchmal doch beklemmende Skurrilität und auf jene Traurigkeit, die schon THE FUTURE auszeichnete, die jetzt auch KAJILLIONARE stellenweise in sich trägt. Es ist diese nicht gewöhnliche Mischung aus Albernheit, Scham und Schmerz, die Miranda July in ihren Filmen vorantreibt und die sie vor 16 Jahren zu dem Hipster-Artist-Darling schlechthin werden ließ. Und die Hipster hatten sich nicht getäuscht: Die Poesie des Alltags, den Glanz, die Tristesse und das seltsame Dazwischen fängt nach wie vor niemand verschrobener, genauer, augenzwinkernder und mysteriöser ein! 

 

TRAILER

 

Kajillionaire; Regie: Miranda July; USA 2020, 105 Min.; FSK: ab 0; OmU


NOMADLAND

 Samstag, 24. Juli

 

WEGEN GEWITTERWARNUNG AUF DEN 28. JULI VERSCHOBEN!

TICKETS BUCHEN für Mittwoch, den 28. Juli

 

„Dedicated to the ones who had to depart.“ 

 

Ja, es ist dieser eine Film. Der, den man dieses Jahr nicht verpassen darf. Und vor allem ist es eben auch der, den man zwingend auf großer Leinwand und unterm Sternenhimmel erlebt haben muss! Warum? Weil Frances McDormand noch anbetungswürdiger agiert als sonst (was ja im Grunde gar nicht mehr möglich schien!). Weil der Film einfach ruhig beobachtet, behutsam begleitet und so einen Eindruck vom Leben der Arbeitsnomaden gewährt – von den Widersprüchen Amerikas, der Definition von Freiheit, von all den Fragen und Sehnsüchten unserer Zeit. Weil Regisseurin Chloé Zhao natürlich viel zu klug und talentiert ist, als dieses Thema für eine plumpe Kapitalismuskritik oder Sozialromanze zu opfern. Weil „Nomadland“ Respekt, Würde und Mitmenschlichkeit nicht bloß behauptet, sondern in jeder Einstellung vorlebt, an uns weitergibt. Weil dieser Film auf eine natürliche Weise Hoffnung gibt und auch Trost spendet, ohne dass man das Gefühl hatte, dies überhaupt in der Form zu brauchen. Weil er die Verteidigung der Würde so unaufgeregt und doch so intensiv inszeniert. Weil die Musik schöner nicht sein könnte. Weil er zum sofortigen Kauf eines Vans inspiriert!

Wie viel Humanismus und wie viel Zartheit kann man in und aus Amerika heraus überhaupt noch entwickeln? Offensichtlich mehr als man glauben mochte – und mehr als man manchmal erträgt. In seinen größten Momenten ist das Kino immer auch übergeordneter Empathie-Träger. Sei es für fremde Kulturen, andere Rhythmen, vergangene Zeiten, Landschaften, Orte, für Menschen und ihre Motive. Chloé Zhao hat das Kino mit NOMADLAND zu seinem Kern zurückgeführt: „See you down the road.“ 

 

TRAILER

 

Nomadland; Regie: Chloé Zhao; USA 2020, 108 Minuten; FSK 0; OmU


EINE FRAU MIT BERAUSCHENDEN TALENTEN (La Daronne)

Sonntag, 25. Juli

 

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Patience (Isabelle Huppert) ist selbstbewusst, unabhängig und vor allem schlagfertig. Nur bei ihren Finanzen ist Luft nach oben. Als Dolmetscherin im Drogendezernat übersetzt sie abgehörte Telefonate der Drogenszene und ist dafür massiv unterbezahlt. Als das kostspielige Pflegeheim ihrer Mutter wegen unbezahlter Rechnungen droht, die alte Dame auszuquartieren, gerät Patience unter Handlungsdruck. Der Zufall will es, dass gerade eine Drogenlieferung auf dem Weg nach Paris ist. Patience entscheidet sich spontan gegen die Ehrlichkeit und sabotiert die Beschlagnahmung der Drogen. In Eigenregie fahndet sie nach dem hochwertigen Hasch – und wird fündig. Patience macht sich sofort fröhlich ans Werk und zeigt sich von ihrer besten Seite: als begnadete Verkäuferin mischt sie den Pariser Drogenmarkt maximal auf.

 

Fintenreich, französisch, fabelhaft: die großartige Isabelle Huppert beweist ihr riesiges Komödientalent und flunkert sich mit großer Schlagfertigkeit durch die Königsdisziplinen unter den Männerdomänen. Regisseur Jean-Paul Salomé gelingt mit EINE FRAU MIT BERAUSCHENDEN TALENTEN eine herrlich scharfsinnige und beschwingte Verwechslungskomödie auf höchstem Humor-Niveau. 

 

TRAILER

 

Eine Frau mit berauschenden Talenten (La Daronne); Regie: Jean-Paul Salomé; Frankreich 2020; 104 Min.; FSK: ab 12; OmU


SOMMER 85 (été 85)

Donnerstag, 29. Juli

 

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Ein heißer Sommer in der Normandie, 1985: Der 16-jährige Alexis (Félix Lefebvre) verbringt die Ferien gemeinsam mit seinen Eltern in einem kleinen malerischen Örtchen an der Küste. Als ihn eines Tages ein überraschend aufziehendes Unwetter in seiner kleinen Segeljolle zum Kentern bringt, wird er wie durch ein Wunder von dem etwas älteren David (Benjamin Voisin) gerettet. Eine große, besondere Sommerliebe nimmt ihren Anfang, doch nach wenigen Wochen wird das unbeschwerte Liebesglück der beiden Teenager getrübt. Die Ereignisse überschlagen sich und Alexis muss ein letztes Versprechen einlösen…

 

TRAILER

 

Sommer 85 (Été 85); Regie: François Ozon; Frankreich 2020; 104 Min.; FSK: ab 12.; OmU


ICH BIN DEIN MENSCH

Freitag, 30. Juli

 

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Alma (Maren Eggert) ist Wissenschaftlerin am berühmten Pergamon-Museum in Berlin. Um an Forschungsgelder für ihre Arbeit zu kommen, lässt sie sich zur Teilnahme an einer außergewöhnlichen

Studie überreden. Drei Wochen lang soll sie mit einem ganz auf ihren Charakter und ihre Bedürfnisse zugeschnittenen humanoiden Roboter zusammenleben, dessen künstliche Intelligenz darauf angelegt ist, der perfekte Lebenspartner für sie zu sein. Alma trifft auf Tom (Dan Stevens), eine hochentwickelte Maschine in Menschengestalt, einzig dafür geschaffen, sie glücklich zu machen….

 

ICH BIN DEIN MENSCH erzählt von einer Begegnung, die uns in der nahen Zukunft vielleicht erwartet. Es ist eine melancholische Komödie um die Fragen der Liebe, der Sehnsucht und was den Menschen zum Menschen macht.

 

TRAILER

 

Ich bin dein Mensch; Regie: Maria Schrader; Deutschland 2021; 104 Min.; FSK: ab 12; OV


der mauretanier (THE MAURITANIAN)

Samstag, 31. Juli

 

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Auf Befehl der US-Regierung wurde der Mauretanier Mohamedou Ould Slahi (Tahar Rahim) bereits vor Jahren auf den Militärstützpunkt Guantanamo verschleppt und wird dort immer noch ohne Anklage oder Gerichtsverfahren festgehalten. Durch unzählige Verhöre und brutale Folter längst aller Hoffnung beraubt, ist deshalb nicht nur Slahi überrascht, als sich die US-Anwältin Nancy Hollander (Jodie Foster) und ihre Kollegin Teri Duncan (Shailene Woodley) plötzlich für seinen Fall interessieren. Ohne selbst von seiner Unschuld überzeugt zu sein, bieten sie ihm sogar an, seine Verteidigung zu übernehmen. Dabei stellen ihnen die US-Behörden immer wieder zahlreiche Hindernisse in den Weg, allen voran Militärstaatsanwalt Oberstleutnant Stuart Couch (Benedict Cumberbatch), der fest davon überzeugt ist, mit Slahi einen der Drahtzieher hinter den Terroranschlägen vom 11. September 2001 festgesetzt zu haben.

 

Nach und nach bringt Nancy Hollanders kontroverser und aufopferungsvoller Einsatz Beweise und Fakten ans Tageslicht, die eine schockierende Verschwörung offenbaren und die klar gegen die freiheitlichen Grundrechte der US-Verfassung verstoßen. Für Slahi selbst zählt aber vor allem eins: Gerechtigkeit.

 

Nach dem Bestseller „Das Guantanamo Tagebuch“ von Mohamedou Ould Slahi drehte Oscar-Preisträger Kevin Macdonald (THE LAST KING OF SCOTLAND, STATE OF PLAY) einen explosiven Polit-Thriller. Doch DER MAURETANIER ist mehr als nur ein ästhetisch und erzählerisch starkes Werk über die wahre Geschichte eines Überlebenskampfes.

 

 Der Mauretanier (The Mauritanian); Regie: Kevin Macdonald; USA, Großbritannien 2021; 130 Min.; FSK: ab 12; OmeU


SUPERNOVA

Sonntag, 01. August

 

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Zwanzig Jahre sind Sam und Tusker ein Paar und ihre Liebe ist lebendig wie am ersten Tag. Doch seit bei Tusker eine Demenz diagnostiziert wurde, hat sich ihr Leben verändert. Um ganz für Tusker da sein zu können, hat Sam seine erfolgreiche Karriere als Pianist aufgegeben. Nun wollen die beiden die Zeit, die ihnen bleibt, gemeinsam auskosten. In ihrem alten Wohnmobil brechen sie zu einer Reise auf, um Freunde, Familie und wichtige Orte ihrer Vergangenheit zu besuchen. Unterwegs beginnen ihre individuellen Vorstellungen von der Zukunft zu kollidieren. Sam und Tusker müssen sich der unvermeidlichen Frage stellen, was es bedeutet, einander zu lieben im Angesicht einer unheilbaren Krankheit.

 

Oscar-Gewinner Colin Firth und der Oscar-nominierte Stanley Tucci brillieren vor der atemberaubenden Kulisse des Lake District als innig verbundenes Paar. Regisseur Harry Macqueen gelingt durch seine behutsame Inszenierung eine tiefberührende Liebesgeschichte, die trotz aller Dramatik von Wärme und Lebenslust erfüllt ist.

 

TRAILER

 

Supernova; Regie: Harry Macqueen; Großbritannien 2020; 95 Min.; FSK: ab 12.; OmU


TENET

Donnerstag, 05. August

 

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Ein CIA-Agent (John David Washington) wird nach einem Einsatz bei einem Terroranschlag auf die Kiewer Oper enttarnt und überwältigt. Selbst unter Folter weigert er sich jedoch, seine Kollegen zu verraten und nimmt sich selbst das Leben – oder glaubt das zumindest. In Wahrheit hat er so einen ultimativen Test bestanden und dadurch Zugang zu einer supergeheimen Organisation gewonnen, die versucht den Dritten Weltkrieg zu verhindern. Die Mitarbeiter stoßen immer wieder auf Gegenstände aus der Zukunft, die sich rückwärts in der Zeit bewegen – die sogenannte Inversion. Offenbar handelt es sich dabei um eine Kriegserklärung aus der Zukunft, deren Mittelsmann der russische Waffenhändler Andrei Sator (Kenneth Branagh) ist. Gemeinsam mit seinem neuen Partner Neil (Robert Pattinson) versucht der Protagonist, Zugang zu Sator zu erhalten und den Krieg der Zeiten zu verhindern. Eine Möglichkeit scheint Sators Ehefrau Kat (Elizabeth Debicki) zu sein...

 

TRAILER 

 

Tenet; Regie: Christopher Nolan; Großbritannien/USA 2020; 150 Min., FSK: ab 12; OmdU

 


JUDAS AND THE BLACK MESSIAH

Freitag, 06. August

 

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Der FBI-Informant William O’Neal wird in die Black-Panther-Partei von Illinois eingeschleust und damit beauftragt, deren charismatischen Anführer Fred Hampton zu bespitzeln. Als geübter Dieb genießt O’Neal sichtlich den Nervenkitzel, sowohl seine Kameraden als auch den für ihn zuständigen Special Agent Roy Mitchell an der Nase herumzuführen.

Hamptons politisches Gespür wird derweil immer feiner, während er sich in die Mitrevolutionärin Deborah Johnson verliebt.

Ein Kampf um O’Neals Seelenheil bricht los. Wird er sich auf die Seite der Guten schlagen? Oder Hampton und die Panther mit allen Mitteln unterdrücken, wie es FBI-Chef J. Edgar Hoover verlangt?

 

TRAILER

 

Judas and the Black Messiah; Regie: Shaka King; USA 2021, 126 Minuten; FSK 12; OmdU

 

 


NOMADLAND

Samstag, 07. August

 

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„Dedicated to the ones who had to depart.“ 

 

Ja, es ist dieser eine Film. Der, den man dieses Jahr nicht verpassen darf. Und vor allem ist es eben auch der, den man zwingend auf großer Leinwand und unterm Sternenhimmel erlebt haben muss! Warum? Weil Frances McDormand noch anbetungswürdiger agiert als sonst (was ja im Grunde gar nicht mehr möglich schien!). Weil der Film einfach ruhig beobachtet, behutsam begleitet und so einen Eindruck vom Leben der Arbeitsnomaden gewährt – von den Widersprüchen Amerikas, der Definition von Freiheit, von all den Fragen und Sehnsüchten unserer Zeit. Weil Regisseurin Chloé Zhao natürlich viel zu klug und talentiert ist, als dieses Thema für eine plumpe Kapitalismuskritik oder Sozialromanze zu opfern. Weil „Nomadland“ Respekt, Würde und Mitmenschlichkeit nicht bloß behauptet, sondern in jeder Einstellung vorlebt, an uns weitergibt. Weil dieser Film auf eine natürliche Weise Hoffnung gibt und auch Trost spendet, ohne dass man das Gefühl hatte, dies überhaupt in der Form zu brauchen. Weil er die Verteidigung der Würde so unaufgeregt und doch so intensiv inszeniert. Weil die Musik schöner nicht sein könnte. Weil er zum sofortigen Kauf eines Vans inspiriert!

Wie viel Humanismus und wie viel Zartheit kann man in und aus Amerika heraus überhaupt noch entwickeln? Offensichtlich mehr als man glauben mochte – und mehr als man manchmal erträgt. In seinen größten Momenten ist das Kino immer auch übergeordneter Empathie-Träger. Sei es für fremde Kulturen, andere Rhythmen, vergangene Zeiten, Landschaften, Orte, für Menschen und ihre Motive. Chloé Zhao hat das Kino mit NOMADLAND zu seinem Kern zurückgeführt: „See you down the road.“ 

 

TRAILER

 

Nomadland; Regie: Chloé Zhao; USA 2020, 108 Minuten; FSK 0; OmdU

 


THELMA & LOUISE

Sonntag, 08. August

 

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Die beiden Freundinnen Thelma Dickinson (Geena Davis) und Louise Sawyer (Susan Sarandon) beschließen aus ihrem trostlosen Alltag auszubrechen. Aus einem harmlosen Wochenendausflug wird bald eine halsbrecherische Flucht vor der Polizei, die die beiden Frauen jedoch noch mehr zusammenschweißt. Ein zeitlos schönes und rasantes Roadmovie über zwei Frauen, die sich von der latenten Männergewalt in ihrer ländlichen Umgebung lösen wollen und in die Selbstbefreiung fliehen.

 

TRAILER

 

Thelma & Louise; Regie: Ridley Scott; USA 1991; 140 Minuten; FSK 16; OmdU

 


ROSAS HOCHZEIT (LA BODA DE ROSA)

Donnerstag, 12. August

 

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Kurz vor ihrem 45. Geburtstag beschließt Rosa, dass es Zeit für einen radikalen Wandel in ihrem Leben ist. Immer hat sie für die anderen gelebt, in ihrem Job als Kostümbildnerin bis zum Umfallen gearbeitet, den Vater zum Arzt begleitet, sich um die Kinder ihres Bruders gekümmert. Knall auf Fall verlässt sie Valencia, um sich im alten Schneiderladen ihrer Mutter im kleinen Küstenort Benicassim den Traum vom eigenen Geschäft zu erfüllen. Aber es ist nicht so leicht, das Leben in die eigenen Hände zu nehmen. Der Job, ihr Vater, die Geschwister, ihr Freund und ihre Tochter, alle mit ihren eigenen Plänen und Problemen: Das Handy hört gar nicht mehr auf zu klingeln. Rosa beschließt, ein Zeichen zu setzen: Sie will heiraten. Und diese Hochzeit wird eine ganz besondere sein.

 

TRAILER

 

Rosas Hochzeit (La Boda de Rosa); Regie: Iciar Bollaíns; Spanien 2020; 100 Min., FSK 0; OmdU


MAD MAX: FURY ROAD

Freitag, 13. August

 

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In einer trüben Wüstenlandschaft, wo die Menschheit verkommen und fast jeder bereit ist, für das Überlebensnotwendige bis an die Grenzen zu gehen, leben zwei Außenseiter: Max (Tom Hardy), ein Mann der Tat und weniger Worte, der nach dem Verlust seiner Frau und seines Kindes Seelenfrieden sucht – und die elitäre Furiosa (Charlize Theron), eine Frau der Tat, die glaubt, dass sie ihr Überleben sichern kann, wenn sie es aus der Wüste bis in ihre Heimat schafft. Als Max gerade beschlossen hat, dass er alleine besser dran ist, trifft er auf eine Gruppe in einem Kampfwagen, hinter dessen Steuer Furiosa sitzt. Die Flüchtlinge, darunter Splendid (Rosie Huntington-Whiteley) und andere Ex-Sklavinnen (Riley Keough, Zoë Kravitz, Abbey Lee, Courtney Eaton), sind dem Warlord Immortan Joe (Hugh Keays-Byrne) entkommen, der ihnen nun nachstellt – denn Frauen sind zur Ware geworden, wertvoll wie Wasser und Benzin. Die Konfrontation zwischen Immortan Joes Banden und den Flüchtlingen führt zum temporeichen, staubigen Straßenkrieg.

 

TRAILER

 

Mad Max: Fury Road; Regie: George Miller;  USA 2015; 120 Minuten; FSK 16; OmU


DER RAUSCH (ANOTHER ROUND)

Samstag, 14. August

 

TICKETS BUCHEN

 

Vier Lehrer in der Midlife-Crisis beschließen künftig mehr zu trinken, um ihren Alltag glamouröser und ihren Unterricht etwas mitreißender zu gestalten. Sie wagen ein Experiment, wonach sie durchgehend stets einen Pegel von 0,5 Promille im Blut haben müssen. Was also wird passieren? Euphorie, Leidenschaft, Kreativität, gesteigerte Leistungsfähigkeit, Leichtsinn, Selbstbetrug, Verbitterung, Wut, sehr späte Einsichten – soweit alles, wie man’s halt kennt. Doch wie hier ebendiese Trinkstimmung entsteht, wie sie sich steigert, eskaliert, ist so voller Witz, Wahnsinn, Energie und Ausgelassenheit, dass es zunächst die reinste Freude ist. Dazu kommt Mads Mikkelsen, der hier nun wirklich ganz dicht an der Rolle seines Lebens kratzt (ADAMS ÄPFEL bleibt für immer unvergessen). 

 

DER RAUSCH feiert das Leben mit einer ungewöhnlichen, ekstatischen und ansteckenden Konsequenz. Kater inklusive, klar. Und ja, unsere Bar bleibt während der Filmvorstellung natürlich durchgehend geöffnet. Auf Thomas Vinterberg! 

 

TRAILER

 

Der Rausch (Another Round); Regie: Thomas Vinterberg; Dänemark 2020; 117 Minuten; FSK 12; OmdU


MINARI - WO WIR WURZELN SCHLAGEN

Sonntag, 15. August

 

TICKETS BUCHEN

 

Jacob beschließt, mit seiner koreanisch-amerikanischen Familie aus Los Angeles auf eine kleine Farm in Arkansas zu ziehen. Für ihn sind die wilden Ozarks das gelobte Land. Seine Frau und die beiden Kinder David und Anne fühlen sich jedoch fremd in der neuen Heimat. Als die schlagfertige, liebevolle Großmutter Soonja aus Korea zu ihnen zieht, wird das Familienleben plötzlich auf den Kopf gestellt. Soonja findet bald in ihrem neugierigen, aufmüpfigen Enkelsohn David einen Verbündeten. Zusammen gelingt es den beiden, das magische Band zwischen den Familienmitgliedern trotz aller Rückschläge und Schwierigkeiten immer wieder neu zu knüpfen und ihnen dadurch den Weg in eine hoffnungsvolle gemeinsame Zukunft zu ebnen.

 

TRAILER

 

Minari - Wo wir Wurzeln schlagen; Regie: Lee Isaac Chung; USA 2020; 116 Minuten; FSK 6; OmU
















Eintritt: 10,00 €. 

Einlass und Kassenöffnung ab 19:30 Uhr, Filmbeginn bei ausreichend Dunkelheit.

 

Sollte das Wetter einmal nicht mitspielen werden die Vorstellungen nach Möglichkeit auf ein anderes Datum verlegt. Informationen hierzu werden tagesaktuell sowohl auf dieser Seite als auch auf Facebook bekanntgegeben.