PROGRAMM VOM 27.7. - 25.8.2018


AUS DEm NICHTS

Freitag, 27. Juli - Der Einlass ist bereits um 19 Uhr!

 
Die Eröffnung. Der Ort. Einfach alles: "Aus dem Nichts"!
Und das ist ein Statement. Eines, das in Deutschland im Jahr 2018 zwingend vor allem anderen steht: Nein zu Rassismus!  

Aus dem Nichts, Fatih Akin; GER/FRA 2017, 106 Min., FSK: ab 12 Jahren



Call Me by Your Name

Samstag, 28. Juli - Einlass 20 Uhr

 

Sein Opus Magnum: Nach "I Am Love" und "A Bigger Splash" hat Luca Guadagnino einen zeitlos schönen Liebesfilm geschaffen, der Sexyness und Sehnsucht nicht abbilden wollte, sondern einfangen konnte. Dazu fungieren die Songs von Sufjan Stevens als eine Art Erzähler, das Landhaus und der Sommer als Schauplatz knisternder Intimität. Und wer nach "Call Me by Your Name" nicht auf einer Tanzfläche in Norditalien zu "Love My Way" ausflippen möchte, hat das Kino nie geliebt. Oder mag keine saftigen Pfirsiche...

Call Me by Your Name, Luca Guadagnino; ITA et al. 2017, 132 Min., FSK: ab 12 Jahren, OmU

 



The Killing of A Sacred Deer

Sonntag, 29. Juli - Einlass 20 Uhr

 

 Yórgos Lánthimos ist einfach der Regisseur der Stunde (mal abgesehen von Xavier Dolan). „Dogtooth”, “Alpis”, “The Lobster” und jetzt “The Killing of a Sacred Deer”. Damit ist eigentlich schon alles gesagt. Hollywood reißt sich gerade darum, einmal für Lánthimos vor der Kamera zu stehen. Diesmal durften Nicole Kidman (Augenärztin) und Colin Farrell (Herzchirurg) ran. Klar, dass bei der Kombination nichts schief geht. Der wahre Star ist aber der junge Barry Keoghan. Böse, böse, böse.

 

The Killing of a Sacred Deer, Yórgos Lánthimos; GB/US/IE 2017, 121 Min., FSK: ab 16 Jahren, OmU

 



In den gängen

Mittwoch, 01. August - Einlass 20 Uhr

 

"We found love in a hopeless place“"


Die Erwartungen an "In den Gängen" waren geradezu verrückt. Sandra Hüller ("Toni Erdmann") und Franz Rogowski (Liebling, egal was und wie er momentan spielt) waren längst zu deutschen Superstars (wenn es die gibt) aufgestiegen und hier eben erstmals gemeinsam vereint in einem Film. Man will ihnen dann auch eigentlich nur dabei zuschauen, wie sie sich gegenüberstehen. Die ganze Zeit. Sich anlächeln, schüchtern wegblicken. Und das alles in einem kargen Supermarkt in der ostdeutschen Peripherie zwischen den Gängen. Tristesse Royale im Neonlicht, aber eben auch: ein neuer Mut zur Sehnsucht. Eine, die der Film ganz vorsichtig wach küsst und beschwört. Schöner als ein Yes-Törtchen mit Kerze zum Geburtstag! 

In den Gängen, Thomas Stuber; GER 2018, 120 Min., FSK: ab 12 Jahren



2001: A Space Odyssey

Donnerstag, 02. August - Einlass 20 Uhr

 

50 Jahre "2001". Auf dem Campus der Universität und unter dem Sternenhimmel. Als Erinnerung daran, was möglich ist. – Was Kino kann. Mehr geht nicht.

2001: A Space Odyssey, Stanley Kubrick; UK/USA 1968, 149 Min., FSK: ab 12 Jahren, OmU

 



Shape of Water

Freitag, 03. August - Einlass 20 Uhr

 

 "Is das das Ding, wo sich die Frau in das Monster verknallt?"
Nun ja. Ja! Guillermo del Toros Parabel auf die Begegnung mit dem Fremden ist eine fulminante Hommage an die Kraft des Kinos. An das Träumen wie an die Ängste, an Spannung, Zitate und Zärtlichkeit. Ein visuell atemraubendes Märchen, das wie aus der Zeit gefallen scheint. Ein Film, wie ein Aufruf zur Solidarität und Mitmenschlichkeit. Aktueller, wichtiger und zauberhafter denn je.

The Shape of Water, Guillermo del Toro; USA 2017, 123 Min., FSK: ab 16 Jahren, OmU



Three Billboards Outside Ebbing, Missouri

Samstag, 04. August - Einlass 20 Uhr

 

Martin McDonagh konnte für die "Three Billboards" das beste Schauspiel-Ensemble vergangener Jahre gewinnen. Woody Harrelson und Sam Rockwell (definitiv in der Rolle seines Lebens!) spielen jedenfalls so erschütternd gut wie wohl noch niemals zuvor. Aber: Frances McDormand befindet sich hier auf dem Zenit ihres Schaffens und dominiert trotz allem Szene um Szene. Trauer, Wut, Ohnmacht, Verzweiflung und Aktionismus lassen sich zeitgleich ihrem Ausdruck entnehmen. Sie macht im Grunde ganz wenig. Gerade genug, um die umwerfendste Schauspielerin unserer Zeit zu sein.

Three Billboards Outside Ebbing, Missouri, Martin McDonagh; UK/USA 2017; 115 Min., FSK: ab 12 Jahren, OmU

 



The Bick Sick

Sonntag, 05. August - Einlass 20 Uhr

 

Endlich mal Pärchenabend, gemütlich im Freiluftkino. Romcom rules! Aber Achtung: Durch einen plötzlichen Schicksalsschlag gewinnt der charmante – und bis dato ungemein heitere – Film an Tiefe und wandelt sich zu einer Charakterstudie, die unerwartet zärtlich und sensibel das bewährte Culture-Clash-Modell modifiziert. Ein Glücksfall... und ja, ist dazwischen, am Ende und überhaupt schon auch ziemlich romantisch!

 

The Big Sick, Michael Showalter; USA 2017, 120 Min., FSK: ab 12 Jahren, OmU

 



The Florida Project

Donnerstag, 09. August - Einlass 20 Uhr

 

Es gibt nur cool und uncool und Willem Dafoe.
Es gibt nur cool und uncool und Willem Dafoe!

The Florida Project, Sean Baker; USA 2017, 111 Min., FSK: ab 12 Jahren, OmU

 



A Beautiful Day

Freitag, 10. August - Einlass 20 Uhr

 

Was haben Joaquin Phoenix und ein Hammer gemein? Richtig! Beides der Hammer. Der Hammer selbst ist ja eher harmlos (nur der Nagel leidet in der Regel), in den Händen des depressiven Kriegsveteran Joe kann das Gerät aber auch mal weh tun (da kann bestenfalls die Kettensäge mithalten). Wieviel Morde Joe damit begeht, ist bisher nicht überliefert. Neo Noirs at its best!

 

A Beautiful Day, Lynne Ramsay; US 2017, 95 Min., FSK: ab 16 Jahren, OmU



Lucky

Samstag, 11. August - Einlass 20 Uhr

 

"And then I see a darkness
Did you know how much I love you?
Is a hope that somehow you
Can save me from this darkness"

 

In Gedenken an Harry Dean Stanton. – Was für ein wundervoller, strahlend letzter Film!


Lucky, John Carroll Lynch; USA 2017, 88 Min., FSK: ab 0 Jahren, OmU

 



Eine fantastische Frau

Donnerstag, 16. August - Einlass 20 Uhr

 

Vor vier Jahren begeisterte der Chilene Sebastián Lelio mit "Gloria". In seinem neuen Film stellt er wieder eine Frau in den Mittelpunkt - nur war diese einst ein Mann.

 

"Die Zeitlosigkeit dieses Films und die Tiefe seiner Empathie kennzeichnen ihn als ein Meisterwerk." The Guardian

"Ein ergreifender, wunderschöner Film über die Liebe, die Freiheit und die Differenz, überraschend, intelligent, grausam und zärtlich." Les Inrocks

"Lustig, empörend, komisch und surreal – eine mitreißende Achterbahnfahrt der Gefühle und ein visueller Meisterstreich. Die fulminante Entdeckung des Films ist Daniela Vega." The Hollywood Reporter

 

Una mujer fantástica, Sebastián Lelio; RCH/USA/D/E 2017, 104 Min., FSK: ab 12 Jahren, OmU



The Square

Freitag, 17. August - Einlass 20 Uhr

 

Ui, da steckt 'ne Menge drin: Revolution, Gesellschaft, Kunstmarkt, YouTube, Armut, Aufstieg, Ungleichheit, Sex, Moral und so viel mehr. Was bleibt? Die wahrscheinlich beste Performance aller Zeiten eines  Kindes in einem Film!? Und die unglaublichste, beklemmendste Szene des gesamten Kinojahres? Ja und ja. Auf einem Tisch. Mit weitem Abstand!

The Square, Ruben Östlund; SWE et al. 2017, 151 Min., FSK: ab 12 Jahren, OmU

 



303

Samstag, 18. August - Einlass 20 Uhr

 

So etwas muss man gesehen haben!


Ich muss gestehen, dass ich möglicherweise doch einfach zu alt bin, oder zu zynisch oder das Kino noch immer mit jeder Einstellung zu sehr liebe... aber ich sag es jetzt mal meinungsstark ganz frei heraus: "303" ist der schlechteste deutsche Film, den ich seit Ewigkeiten gesehen habe. Mit relativ weitem Abstand. Aber was eben auch stimmt: Das muss man unbedingt selbst gesehen haben! Dieses zweieinhalbstündige Gelaber über alle – wirklich alle! – großen Themen der Welt, des Universums und des Zusammenlebens – beständig tief philosophisch auf "Fette Jahre"-Sozialkunde-Grundkursniveau. Und dann dieser zweieinhalbstündige Fremdschäm-Faktor bei all den Stereotypen, Phrasen, Aldi-Weisheiten und Sonnenuntergängen, unterlegt mit durchdringend kitschigem Außenseiter-Roadmovie-Lagerfeuer-Gejaule und "voll viel Gefühl". All das ist auf seine Weise natürlich einzigartig beeindruckend. Man muss es erlebt haben, was uns dieser – allerorten durchweg gefeierte – deutsche Film im Jahr 2018 mitteilen mag. Und vor allem wie! Aber: Dafür braucht es im Grunde nicht zwingend das Medium Film. Dafür braucht es jetzt umso mehr Flaschen Weißwein und Pakete mit Ohropax. Wann kommt bloß Toni Erdmann mit der Käsereibe um die Ecke und beendet diesen Irrsinn, verdammt?


303, Hans Weingartner; GER 2018, 145 Min., FSK: ab 12 Jahren



Die Verlegerin

Sonntag, 19. August - Einlass 20 Uhr

 

Die Politik Donald Trumps animierte Steven Spielberg dazu, kurzerhand diesen Film über Fragen nach Grenzen und Freiheit der Presse zu machen. Schnell waren Meryl Streep und Tom Hanks an Bord, die Ereignisse um die Pentagon-Papiere und deren Veröffentlichung durch die Washington Post im Jahr 1971 zum Leben zu wecken. Es entstand ein (beinahe überraschend) ruhiger, präziser und durchweg immens spannender Film, der komplett ohne Pathos auskommt. "Die Verlegerin" ist einfach ein Blick auf Journalisten, ihre Arbeit und ihre Zeitung, der aufgrund seiner weltweiten Aktualität stellenweise beängstigender wirkt als jeder Horror-Schocker. History Repeating...

The Post, Steven Spielberg; USA/UK 2017, 116 Min.; FSK: ab 6 Jahren, OmU

 

 



Lady Bird

Donnerstag, 23. August - Einlass 20 Uhr

 

Gutes Wetter vorausgesetzt müsste heute ganz Frankfurt den Weg nach Bockenheim nehmen. Greta Gerwigs "Lady Bird" ist einfach ein Sommmernachtstraum – schönstes Wohlfühlkino ohne übermäßigen Kitsch und der herausragende Coming-of-Age-Film seit mindestens einem Jahrzehnt. Unbeholfen, wild, peinlich, überbordend und eben exakt so, wie jeder sich fühlt(e). Dass es letztlich vielleicht nicht ganz zu einem Meisterwerk reicht, liegt einzig an den letzten Minuten, die ein wenig an Konsequenz und Mut vermissen lassen. Allerdings ist Gerwigs Regiedebüt trotz dessen ein sehr, sehr guter Film geworden, der berechtigte Hoffnung auf ein nun folgendes faszinierendes Œuvre der Regisseurin weckt.


Lady Bird, Greta Gerwig; USA 2017, 94 Min., FSK: ab 0 Jahren, OmU

 



I, Tonya

Freitag, 24. August - Einlass 20 Uhr

 

Mit der Brechstange: Eislaufen im Sommerkino! 

 

Ein Film nach dieser einen, wahren, verrückten Geschichte. Damals, vor den Olympischen Winterspielen 1994, die Eisenstange, das Knie der Konkurrentin, klar. Wobei man sich bei "I, Tonya" zwischendurch schon mal fragt, ob nicht etwa die Coens dieses Drehbuch geschrieben haben. Die schrägsten Charaktere treffen auf morbide Lakonie, am Ende dann ein ganz großes, groteskes, grimmiges Spektakel.
"I, Tonya" ist gleichzeitig böse und beste Unterhaltung – eine hinreißende Doku-Krimi-Thriller-Satire, die mit jeder Einstellung weit aus den üblichen Biopic-Konventionen herausragt. Freiluftkino Frankfurt – Holiday on Ice!

I, Tonya, Craig Gillespie; USA 2017, 119 Min., FSK: ab 12 Jahren, OmU

 



20 Jahre The Big Lebowski

Samstag, 25. August - Einlass 20 Uhr

 

Der Dude wird 20, verdammt! Was bereiten wir ihm also zum Abschluss..? Vielleicht besorgen wir eine mobile Bowlingbahn und platzieren sie mitten auf dem Campus!? Oder wir rollen teure Teppiche aus und... wie auch immer. Oder uns ist das alles zu anstrengend und wir machen absolut gar nichts außer ihm auf der Leinwand zu huldigen. Das würde ihm bestimmt irgendwie auch gut gefallen. Hauptsache genügend White Russian ist da!

The Big Lebowski, Joel Coen; USA/UK 1998, 117 Min., FSK: ab 12 Jahren, OmU

 


Eintritt: 10,00 €. Ermäßigt: 7,50 €.

Die Kasse öffnet am jeweiligen Vorstellungsabend um Punkt 20 Uhr.

Es stehen ausreichend Plätze für die Besucher zur Verfügung.

 

Sollte das Wetter einmal nicht mitspielen werden die Vorstellungen nach Möglichkeit auf ein anderes Datum verlegt. Informationen hierzu werden tagesaktuell sowohl auf dieser Seite als auch auf Facebook bekanntgegeben.